Hergolshausen

Herzlich willkommen

in Hergolshausen

Hergolshausen ein Ortsteil der Gemeinde Waigolshausen im südlichen Landkreis Schweinfurt.

Die Stelle, an der heute Hergolshausen liegt, ist bereits seit vor- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Bereits in der Altsteinzeit siedelten dort Menschen, was Lesefunde auf den Äckern um das Dorf belegen. Der Ortsname ist deutlich jünger und verweist auf einen, wohl fränkischen, Adeligen mit Namen Herigolt. Vielleicht existierte dort ein paganes Heiligtum. Deshalb kann man den Namen mit „zu den Häusern des Herigolt“ übersetzen.

Erstmals urkundlich fassbar wurde Hergolshausen wohl bereits im Jahr 750. Damals übergab der Adelige Ernest sein Dorf „Herigolteshusen“ an die aufsteigende Benediktinerabei Fulda. Neuerlich genannt wurde der Ort im Jahr 802. Das Kloster konnte seinen Einfluss durch Schenkungen in den Jahren 837 und 838 weiter ausbauen. Wahrscheinlich zog sich das Kloster im Laufe des 11. Jahrhunderts aus dem Maingebiet zurück, nun wurden fränkische Adelsgeschlechter, die bisher die Klosterbesitzungen verwaltet hatten, die neuen Herren.

Im 13. Jahrhundert existierte in Hergolshausen ein eigener Ortsadel, der sich nach dem Dorf benannte. Zugleich hatten auch andere Familien gort Besitz, darunter die Herren von Rorbeck, die Grafen zu Castell und die Herren von Thüngen. Die Zersplitterung der dörflichen Rechte spitzte sich im Laufe der Zeit weiter zu. Das Hochstift Würzburg versuchte ebenso Einfluss zu bekommen, wie die Klöster Heidenfeld, Himmelspforten, Frauenroth und Heiligenthal, sowie mehrere Würzburger Konvente und andere Rechtsträger des Mittelalters.

Erst mit dem Jahr 1338 gelangte die Zent Hergolshausen in ihrer Gesamtheit an das Würzburger Domkapitel. Damit stieg der Würzburger Fürstbischof zum wichtigsten Grund- und Gerichtsherren im Ort auf. Hergolshausen wurde der Zent Werneck zugeordnet. Kurze Zeit später, 1368, wurde das Gotteshaus Pfarrkirche. Im Bauernkrieg verwüsteten Truppen des Schwäbischen Bundes den Ort. Auch der Dreißigjährige Krieg brachte Leid und Zerstörung über das Dorf, so lagen 1645 noch die meisten Höfe in Trümmern.

Nach der Auflösung des Hochstifts Würzburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte Hergolshausen zu Bayern. Nach einer Zwischenzeit im Großherzogtum Würzburg wurde es 1814 endgültig bayerisch. Im Zweiten Weltkrieg wurde dem Ort die Nähe zur Industriestadt Schweinfurt zum Verhängnis. In der Nacht vom 24. auf den 25. Februar 1944 zerstörten amerikanische Flieger 70 Prozent des Dorfes. Im Jahr 1978 wurde Hergolshausen nach Waigolshausen eingemeindet.

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